Ein weit ausladendes Dach schwebt luftig über dem fein gegliederten Trainingszentrum aus Holz. Darunter findet der Fussballclub Zürich erstmals eine gemeinsame Basis, statt an verstreuten Orten in der Stadt zu arbeiten. Im Erdgeschoss mit umlaufender Veranda finden sich die Garderoben der ersten Mannschaften und des Nachwuchses, mittig liegt der gemeinsame Kraftraum, im Obergeschoss die Büros der Club-Administration sowie eine gemeinsame Mensa. Der lange Bau, der gelassen die giftgrünen Aussensportplätze beim Heerenschürli überblickt, ist als reiner Holzbau konzipiert, einzig die zwei aussteifenden Kerne bestehen aus Beton. Er kommt unaufgeregt daher, zieht seine Kraft vollständig aus der Logik des Materials und den unterschiedlichen Rhythmen von Tragstruktur und Fassade. Eine grosszügige mittige Halle erschliesst im Obergeschoss alle Räume und verbindet sie auch visuell. Diesen Standort erhielt der Verein von der Stadt Zürich nur auf Zeit – deshalb wurde auf ein Untergeschoss verzichtet. Ebenso sind alle Installationen offen geführt und somit leicht zugänglich. Die Holzkonstruktion ist geschraubt und somit einfach demontier- oder sogar recycelbar.
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