Boden ist eine knappe Ressource. Städtische Dichte entsteht deshalb immer mehr auch ausserhalb der bisherigen Zentren. Dies muss aber keine Einbusse an lebendiger Vielfalt und Lebensqualität bedeuten – im Gegenteil. Entscheidend sind dafür sowohl ein robuster Städtebau als auch unterschiedlich nutzbare und ökologisch wirksame Freiräume. Vorbildlich verbindet das Hochhausensemble beide Qualitäten, und das sogar dank privater Initiative. Die zwei Bauherrschaften entschlossen sich schon früh in der Planung dafür, nicht nur maximale Rendite zu generieren, sondern in ein zukunftsfähiges Stück Stadt zu investieren. Vielfältige Nutzungen – Wohnungen, Ateliers, Gewerbeflächen, Werkstätten, Gastronomie, eine Produktions- und eine Boulderhalle – funktionieren mit- und nebeneinander auf engstem Raum. Möglich macht dies die geschickte Stapelung: Zwei Hofbauten bilden den Sockel für die vier Wohn- und Bürohochhäuser und verankern das Hochhausensemble im Massstab des Quartiers. Die private Inanspruchnahme des Luftraums kompensiert der «Innere Garten», der dereinst als grüne Wegverbindung bis zum Fernsehstudio führen soll. Zukunftsfähig ist auch das Wassermanagement: Regenwasser wird auf den Dächern zurückgehalten und per Kaskadenprinzip in das Retentionsbecken im Garten geleitet, wo es durch Verdunstung zurück in den Kreislauf gelangt.
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