Die Stadt wächst, und ebenso der Bedarf an Schulraum mit Sportanlagen. Mittels den temporären Sportbauten lässt sich dieser schnell und flexibel decken. Die Provisorien überzeugen nicht nur funktional, sondern auch mit ihrer freundlichen Atmosphäre, die so gar nicht den Eindruck von Vorläufigkeit vermittelt. Dank einer Konstruktion aus Holzmodul- und Elementbauteilen sind sie in kurzer Zeit aufzubauen und einfach zu transportieren. Zudem sind die Sportbauten erweiterbar, vielerorts einsetzbar und doch so spezifisch, dass sie auf die Gegebenheiten unterschiedlicher Standorte reagieren können. Denn die leichte, transparente Fiberglasfassade macht die darunterliegenden Holzlisenen sichtbar: In kontextbezogenen Farben gestrichen, fügen diese die Bauten präzis und selbstverständlich in ihre Umgebung ein. Die Lebensdauer ist auf mindestens 30 Jahre angelegt, inklusive Standortwechsel. Der Entwurf von Provisorien setzt vielerlei Denkprozesse in Gang: Wie konstruiert man einfach genug, um Einzelteile einfach zu ersetzen oder zu reparieren? Wie werden Häuser demontierbar, erweiterbar und rückbaubar? Was braucht es wirklich, was lässt man weg? Unter dem Vorzeichen von Suffizienz sind diese Fragen auch über Provisorien hinaus relevant und wurden in diesem Projekt überzeugend beantwortet.
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