Auszeichnung

Schulhaus Wallrüti, Winterthur

PROJEKTVERFASSENDE

Schneider Studer Primas GmbH

KOLB Landschaftsarchitektur GmbH

BAUHERRSCHAFT

Stadt Winterthur, Departement Schule und Sport, Abteilung Schulbauten

«Das äusserst knappe Budget ergab die Chance, Konventionen im Schulhausbau zu hinterfragen und auf inhaltlich-pädagogischer Ebene neue Wege einzuschlagen.»
Schneider Studer Primas GmbH

Mit sparsamem Einsatz von Material und Geld einen räumlichen und pädagogischen Mehrwert generieren – das gelingt dem mutigen Entwurf für das Schulhaus Wallrüti. Am Stadtrand von Winterthur gelegen, ist es als Freiluftschule des 21. Jahrhunderts konzipiert: Alle Erschliessungsflächen liegen als wolkenförmige Laube im Aussenraum. Die beheizten Flächen hingegen sind auf ein Minimum reduziert: Nur die Schulzimmer, Gruppen- und Pausenräume sowie die Toiletten liegen im kompakten Volumen des Dämmperimeters. Innere Korridore fehlen komplett. Stattdessen rücken die Schulzimmer nah zusammen, über grosse Schiebetore können sie einander und dem Aussenraum unmittelbar zugeordnet werden. Diese Flexibilität – in Kombination mit der grossen Transparenz des gläsernen Baukörpers – fordert die Lehrpersonen hinaus, eröffnet aber auch ganz neue, experimentelle Formen des Unterrichts.
Der wirtschaftliche Einsatz von beheiztem Raum und Material spart nicht nur Kosten, sondern – und das war nicht unwesentlich – auch graue Energie. Zudem ist die Tragstruktur auf wenige, kräftige Stützen reduziert; sämtliche Wände sind nichttragend. Das macht die Struktur gut umnutzbar und die Schule somit womöglich nur zur ersten Station einer Reihe von weiteren, künftigen Nutzungen.

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