Vor rund 200 Jahren begann die Rieter AG auf einem Fabrikgelände in Winterthur-Töss Textilmaschinen herzustellen. Mittlerweile ist die Produktion ausgelagert, der Hauptsitz für Firmenleitung, Forschung und Entwicklung bleibt aber weiterhin mit dem Gründungsstandort verbunden. Der kräftige, streng gerasterte Neubau passt zum Wandel vom Industrie- zum Technologiestandort, der seine Vergangenheit jedoch nicht negiert. Denn die feine Gebäudehaut aus gestanzten Blechen erinnert an textiles Gewebe. Gleichzeitig dosiert sie das Sonnenlicht. Eine Herausforderung der Bauaufgabe lag darin, Ordnung und Orientierung in das komplexe Raumprogramm zu bringen. Den Architekturschaffenden gelang dies mit der Aufteilung des Raumprogramms auf zwei Gebäudeteile: Im Längsbau sind Büros des Firmenhauptsitzes untergebracht, im «Hoftyp» das Technologiezentrum mit Maschinenentwicklungsräumen. Über zwei Passerellengeschosse sind die Gebäudeteile verbunden. An der Schnittstelle liegt gut auffindbar der Haupteingang.
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